Konzeption/Projektbeschreibung

Die soziologische Prägung und Veränderungen der Gesellschaft anzuerkennen, ist eine wesentliche Grundlage unserer Arbeit und wichtige Voraussetzung für das gegenseitige Verstehen. Wir haben das Projekt CHAMPS entwickelt, um darauf hinzuwirken, eine demokratische Gesellschaft ohne Gewaltanwendungen zu fördern. Wir wollen das Projekt als ein präventives Bildungsangebot in Köln durchführen. Es ist ein zentrales Anliegen unseres Vereins, auf dem Gebiet der Prävention möglichst frühzeitig anzusetzen, bereits bevor eine Radikalisierung erkennbar ist. Im Mittelpunkt der Prävention stehen die Vermittlung der Werte der Bundesrepublik Deutschland und die Information und Aufklärung über die Inhalte und Ziele der Salafisten und die Stärkung von jungen Menschen, die möglicherweise in das Fadenkreuz salafistischer Einflüsse geraten können.

Es ist notwendig, die Themen der Radikalisierung und des Salafismus zu bearbeiten, um freiheitsfeindlichen Einstellungen entgegenzuwirken, sowie dazu, Fragen zu Religion, Zugehörigkeit und Identität näher zu beleuchten und diese zu reflektieren. Darum möchten wir das neue Projekt CHAMPS starten, in welchem wir nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen sowie Flüchtlingen den Raum bieten wollen, diese Thematiken mit geschulten Trainern zu bearbeiten und zu hinterfragen.

Zusätzlich zu den Thematiken wollen wir die Elternarbeit aufgreifen sowie unsere Arbeit in Jugendvollzugsanstalten (JVAs) mit Workshops, Rollenspielen und Diskussionen etablieren.

Da Werteerziehung nicht nur innerhalb der Familie und Schule stattfinden sollte, wollen wir mit dem Projekt „CHAMPS – für Weitervermittlung und Demokratie, gegen Radikalisierung und Salafismus!“ Werte der Demokratie und Gleichstellung von Geschlechtern vermitteln sowie präventiv über diese kulturell begründeten Familienmuster zusammen arbeiten, um gewaltbereiten Tendenzen und patriarchalischen Strukturen bei Jugendlichen entgegenzuwirken.

Unsere Themen: Gleichberechtigung, Gewalt, Ehre, Rollenbilder, patriarchalischen Strukturen,
Zwangsheirat, Ehrenmord, Integration, Religion, Verschleierung/Kopftuch, Homosexualität, Zwangsprostitution ist und wird ein Bestandteil unserer Arbeit in den Workshops mit den Schülern bleiben.

Zudem sind wir der Meinung, dass im Zuge der Globalisierung von den Menschen mehr und mehr Offenheit gegenüber fremden Kulturen und Lebensweisen gefordert ist. Das macht interkulturelles Lernen und entsprechende Wertevermittlung notwendig. Die Nachfrage nach einer an gesellschaftlichen Normen orientierten Werteerziehung und damit nach einer gemeinsamen Basis im Zusammenleben nimmt immer mehr zu. So wird der Ruf nach Verantwortungsgefühl, sozialem Miteinander und Achtung der Menschenwürde immer lauter. Gesellschaftliche Veränderungen fordern Werteerziehung ein. Der gesellschaftliche Wandel betrifft Menschen in den verschiedensten Bereichen ihres Lebens und macht eine Anpassung daran unabdingbar.