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Genitalverstümmelung: Kampf gegen eine grausame Tradition

Genitalverstümmelung: Kampf gegen eine grausame Tradition

In 28 Ländern Afrikas, in einigen Ländern des Nahen Ostens und in Teilen Asiens wird der archaische Brauch der Beschneidung und damit Verstümmelung der weiblichen Scheide bis heute praktiziert.

Die Betroffenen leiden oft ein Leben lang unter den Folgen des Eingriffs, der meist ohne Betäubung, mit primitivsten Werkzeugen und unter unzulänglichen hygienischen Bedingungen vorgenommen wird. Nicht selten sterben sie aber auch während oder nach der Operation durch hohen Blutverlust oder an Infektionen eintreten.

Weltweit sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation bis zu 140 Millionen Frauen und Mädchen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Etwa drei Millionen kommen allein in Afrika jährlich hinzu, die dem Risiko eines solchen Eingriffs ausgesetzt sind – was 8.000 Frauen und Mädchen pro Tag entspricht. Dem Grossteil der Betroffenen – meist Mädchen im Alter zwischen vier und vierzehn Jahren – wird die Klitoris-Vorhaut oder die gesamte Klitoris entfernt, bzw. zudem (teilweise) auch die kleinen Schamlippen. Schätzungen gehen davon aus, dass diese Formen weiblicher Genitalverstümmelung bei 80 bis 85% der Betroffenen Anwendung finden. Dabei sind es oft andere Frauen, so genannte Beschneiderinnen, die diese Eingriffe vornehmen und hierfür häufig hohes gesellschaftliches Ansehen genießen. Quelle!!!!!!

 

Der Bundesrat hat in seiner Plenarsitzung am 05.07.2013 ein vom Bundestag am 28.06.2013 angenommenes Gesetz gebilligt, nach welchem in Zukunft die Beschneidung der Genitalien von Frauen und Mädchen ausdrücklich verboten wird. Der zukünftig geltende § 226a StGB wird wie folgt lauten:

(1) Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.“

 

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